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Podcast Evidenzbasierte Pharmazie im Mai

In der Rubrik „Evidenzbasierte Pharmazie in der Praxis“ gibt es wieder Hinweise zu verfügbaren evidenzbasierten Informationen, die sich besonders gut für die Beratung in der Selbstmedikation nutzen lassen. Neues gibt es bei medizin-transparent, im Patientenportal des IQWiG und in der Cochrane Library. In der Reihe zu epidemiologischen Studien geht es dieses Mal um Kohortenstudien. Und weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im Blick „Über den Tellerrand“, dieses Mal wieder mit der Evidenz-Sprechstunde und einem Beitrag zum Thema Überdiagnosen.







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Links zu evidenzbasierten Informationen für die OTC-Beratung
IQWiG-Patienteninformation zu WarzenMedizin-transparent
* Calcium gegen Allergien
* Aloe vera bei Hauterkrankungen
* Vitamin D gegen Krebs
* Zwiebelsäckchen bei MittelohrentzündungCochrane Review: Vitamin E bei Gedächtnisstörungen
Mehr Infos zu "Evidenzbasierte Pharmazie auf den Punkt" (epidemiologische Studien)
Klug S et al. Wichtige epidemiologisch…

Lesetipp: Weniger Anforderungen für die Zulassung?

In den letzten Monaten sind immer häufiger Forderungen zu hören, dass man die Hürden bei der Zulassung doch nicht so hoch hängen sollte. So plädiert etwa auch der neue FDA Commissioner Scott Gottlieb dafür, die Zulassungsstudien zu straffen und etwa Phase 2- und Phase 3-Studien zusammenzulegen. Wenn es tatsächlich immer Arzneimittel mit hohem Nutzen und kalkulierbaren Risiken sind, würden natürlich Patienten von einer schnelleren Zulassung profitieren (aber auch die Pharmafirmen, die mit ihren Produkten schneller auf den Markt kommen können). Wenn...

Wie bereits in der Debatte um "adaptive licensing" weisen natürlich auch in der aktuellen Diskussion Kritiker darauf hin, dass unsere Erkenntnisse über die neuen Medikamente rapide sinken, wenn wir uns beispielsweise für die Zulassung mit Ergebnissen aus Phase II-Studien zufriedengeben. Das betrifft sowohl den Nutzen als auch die Sicherheit der Arzneimittel.

In den vergangenen Wochen ist nun einiges an Evidenz dazu gekommen, da…

Evidenz-Geschichte(n): Die Geschichte des animalischen Magnetismus

Paris 1780. Der Arzt Franz Mesmer bittet die medizinische Fakultät darum, seine Heilmethode zu überprüfen: den animalischen Magnetismus, mit dem er schon große Erfolge gefeiert hat. Diese Angelegenheit bringt die medizinische Forschung ein ganzes Stück voran - wenn auch anders, als Mesmer es gedacht hat.

Viel Spaß mit der neuen Episode der Evidenz-Geschichte(n)!


Lesetipp: Schwerpunktheft Interessenkonflikte

Die Ausgabe von JAMA in dieser Woche widmet sich mit einem Schwerpunktheft dem Thema Interessenkonflikte. Die 23 frei zugänglichen Meinungsartikel widmen sich sowohl der Theorie als auch der ganzen Spannbreite der Patientenversorgung und Forschung und beleuchten die Probleme. Zu den betroffenen Bereichen gehören beispielsweise Forschungskooperationen mit der Industrie, Leitlinien, medizinische Aus- und Fortbildung, medizinische Fachgesellschaften, Sponsoring von ganzen Institutionen sowie die Kommunikation der Interessenkonflikte gegenüber Patienten. So finden sich beispielsweise auch ein Beitrag zu der Frage, warum es keine "potentiellen" Interessenkonflikte gibt sowie ethische Betrachtungen zur medizinischen Integrität.

Auch die medizinischen Journals werden nicht ausgespart. Da ist es durchaus ironisch, dass die Printausgabe selbst beredt Zeugnis von den Interessenkonflikten ablegt:

The irony of @JAMA_current issue on conflict of interest> pic.twitter.com/kcHLZJcn5J —…

Hörtipp: Trust the evidence

Das wichtigste Ziel der evidenzbasierten Medizin ist die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Patienten. Diesem Thema hat sich auch der neue, sehr hörenswerte Interview-Podcast des Centers for evidence-based medicine (CEBM) in Oxford verschrieben. Mitarbeiter des CEBM wie Carl Heneghan oder Kamal Mahtani sind über verschiedene Themen mit ihren Gästen im Gespräch: etwa über Unsicherheit und Statistik in der Medizin oder die Rolle medizinischer Journals. Die bisherigen Gesprächspartner waren David Spiegelhalter (Professor für Public Understanding of Science), Fiona Godlee (Chefredakteurin des BMJ) und Trish Greenhalgh (Professorin für Allgemeinmedizin in Oxford). Weitere Gespräche sollen folgen.

Die Podcast-Folgen lassen sich über die Internetseite herunterladen, aber auch über iTunes, Soundcloud oder per RSS-Feed im Podcatcher der Wahl abonnieren.

EbM-Kongress zum Nachlesen

Für alle, die beim EbM-Kongress nicht dabei sein konnten, oder alle, die die wichtigsten Inhalte nochmal nachlesen wollen, habe ich wieder ein Storify in drei Teilen mit Eindrücken, Tweets und weiterführenden Informationen zusammengestellt:

[View the story "EbM-Kongress 2017 - Teil 1" on Storify]
[View the story "EbM-Kongress 2017 - Teil 2" on Storify]
[View the story "EbM-Kongress 2017 - Teil 3" on Storify]
Einen ausführlichen Bericht, die Präsentationen von zwei Keynotes und weitere Informationen zu Preisträgern gibt es auf der Kongress-Webseite.

Lesetipp: Zum Silberjubiläum der evidenzbasierten Medizin

Die Bewegung der evidenzbasierten Medizin begann in den 1990er Jahren. Was hat sie in den letzten 25 Jahren erreicht, was hat sich verändert und welche Baustellen liegen noch für das nächste Vierteljahrhundert vor ihr? Zu diesen Fragen haben Benjamin Djulbegovic und Gordon Guyatt eine sehr lesenswerte Übersicht im Lancet veröffentlicht (leider nicht open access). Hier ein paar Schlaglichter:



EbM beruht auf drei grundlegenden theoretischen Prinzipien: 1) Nicht alle Evidenz ist gleich, und die medizinische Praxis sollte auf der besten verfügbaren Evidenz beruhen. 2) Dabei sollte man die Gesamheit der Evidenz berücksichtigen und nicht selektiv die Evidenz auswählen, die einem am besten passt. 3) Für die medizinische Entscheidungsfindung müssen die Werte und Präferenzen des Patienten berücksichtigt werden. Bei der Bewertung der Evidenz sind starre Hierarchien ("Evidenzpyramide") für die meisten Fälle nicht ausreichend. Wesentlich flexibler ist GRADE, das sich heutzutage für die …