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Linktipp: Cochrane Clinical Answers

Kürzer als ein kompletter Cochrane Review, länger als der Abstract: Seit kurzem ist der Service "Cochrane Clinical Answers" für alle frei, die einen Vollzugang zur Cochrane Library haben (z.B. über das DNEbM, wenn ich das an dieser Stelle nochmal erwähnen darf...). Für ausgewählte Cochrane Reviews wird die zugrunde liegende klinische Fragestellung auf der Basis der Daten aus dem Review beantwortet. Dabei kann sich der Leser aussuchen, wie weit er in die Untiefen des Reviews hineinsteigen will: Reicht schon die Rubrik "Clinical Answer" mit einer knappen Zusammenfassung in wenigen Sätzen? Oder braucht es mehr Details? Dann kann man mit einem Klick die Ergebnisse der verschiedenen Datenanalysen ausklappen und erhält die Summary of findings-Tabelle in Textform. Will man dann doch noch mehr wissen, ist auch der zugehörige Cochrane Review im Volltext nur einen Klick weit entfernt.

Suchen kann man auf der Startseite, wo sich auch eine Auflistung der vorhandenen Clinical …

Zehn Wege zum freien Volltext

Ganz klar: Wer sich ernsthaft mit evidenzbasierter Medizin oder Pharmazie beschäftigen will, kommt um das Lesen von klinischen Studien oder systematischen Übersichtsarbeiten nicht herum. Aber: Oft sind die betreffenden Artikel hinter einer Paywall eines Verlags versteckt. Was also tun, wenn Evidenzbasierung nicht zu einem teuren Hobby werden soll?

Es gibt natürlich Wege wie Sci-Hub, die moralisch vermutlich recht haben, rein rechtlich aber illegal sind. Wer darauf nicht zurückgreifen will, hat aber dennoch einige Möglichkeiten, aus denen er oder sie schöpfen kann. Einige sind bequem, andere dagegen eher etwas kompliziert. Hier habe ich mal einige Tipps zusammengestellt.

1. PubMed
Wer in PubMed nach Artikel recherchiert, hat es bestimmt schon gesehen: Rechts oben in einem Eintrag sind Volltexte verlinkt. Oft kommt man damit auf das kostenpflichtige Angebot eines Verlags. Manchmal hat man aber auch Glück und es gibt einen Link zu PubMed Central, das kostenlose Volltexte enthält. Das ist …

Lesetipp: Kritisches rund um Endpunkte in der Onkologie

Auf meiner Liste haben sich inzwischen einige lesenswerte Artikel zu Endpunkten in onkologischen Studien angesammelt:


Was ein patientenrelevanter Endpunkt ist, wird in der Onkologie hitzig debattiert. Nach Ansicht von Robert Kemp und Vinay Prasad gehören die response rate und progression free survival nicht dazu. In einem Opinion Piece in BMC Medicine diskutieren die Autoren die entstehenden Probleme, wenn Surrogatmarker für die Zulassung und klinische Entscheidungen genutzt werden.
Und selbst wenn in den Zulassungsstudien eine Verbesserung des overall survivals gezeigt wurde, heißt das noch lange nicht, dass sich dieser Nutzen auch im richtigen Leben zeigt. Daran ist unter anderem eine selektive Auswahl der Patienten schuld. Auch an diesem Viewpoint in JAMA Oncology ist der fabelhafte Vinay Prasad beteiligt (unbedingt auf Twitter folgen, los!).

Und ganz neu: Im BMJ hat eine Autorengruppe um Courtney Davis einmal ausgewertet, für wieviele Onkologika zum Zeitpunkt der Zulassung tatsäc…

Linktipp: Cochrane Interactive Learning

Wer speziell etwas zur Methodik von Cochrane Reviews lernen will, sollte sich einmal eine neue Ressource ansehen: Cochrane Interactive Learning. Dort gibt es interaktive Lektionen, die Schritt für Schritt durch den Entstehungsprozess eines Reviews führen. Auch wenn sich dieser Kurs primär an zukünftige Cochrane-Autoren richtet, kann man doch auch als Nutzer von Cochrane Reviews eine Menge zur Bewertung von systematischen Übersichtsarbeiten lernen.

Bisher sind vier Module online, weitere sollen folgen. Bis zum 13. Oktober ist der Zugriff kostenfrei, ein Preismodell für die Zeit danach wurde noch nicht veröffentlicht. Benötigt wird ein Cochrane Account, den man sich aber schnell anlegen kann. Damit lässt sich auch Cochrane Crowd nutzen sowie auf weitere Lernmodule zugreifen.

Podcast Evidenzbasierte Pharmazie im September

In der Rubrik „Evidenzbasierte Pharmazie in der Praxis“ gibt es wieder Hinweise zu verfügbaren evidenzbasierten Informationen, die sich besonders gut für die Beratung in der Selbstmedikation nutzen lassen. Neues gibt es bei medizin-transparent, im Patientenportal des IQWiG und in der Cochrane Library. In der Reihe zu epidemiologischen Studien geht es dieses Mal um Adjustierung. Und weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im Blick „Über den Tellerrand“, dieses Mal unter anderem mit Podcasts von der "Preventing Overdiagnosis"-Konferenz.







Podcast als MP3 downloaden


Links zu evidenzbasierten Informationen für die OTC-Beratung
Informationen auf gesundheitsinformation.de
* Nikotin-Ersatztherapie
* Akute BronchitisNeues bei medizin-transparent:
* Ingwer gegen Übelkeit
* Vitamin C zur Erkältungsprophylaxe
* Teebaumöl gegen PickelAktuelle Cochrane Reviews
* Prävention der altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) mit Nahrungsergänzungsmitteln
* Nahrungsergänzungsmittel zum Aufhalten …

Podcast Evidenzgeschichte(n): Systematische Übersichtsarbeiten

Eine Horror-Vorstellung: Das überlieferte medizinische Wissen ist falsch. Man hätte es besser wissen können, wären nur alle Studien zu der Fragestellung gemeinsam ausgewertet worden. Und dieses Versäumnis kostet Menschenleben. Mit dieser Erfahrung gründet der britische Arzt Iain Chalmers die internationale Cochrane Collaboration, die bis heute systematische Übersichtsarbeiten erstellt.

Viel Spaß mit der neuesten Folge der Evidenz-Geschichte(n)!


Empfehlungen zu MOOCs für Themen rund um die Evidenz

Was ist eine Kohortenstudie? Welche Probleme können bei einer Fall-Kontroll-Studie auftreten? Worauf muss man bei Meta-Analysen achten? Und wie interpretiert man einen p-Wert richtig?

Mit solchen Fragen muss man sich beschäftigen, wenn man Studien ordentlich bewerten will. Dazu gibt es natürlich zahlreiche Bücher und Artikel und auch Kurse bei verschiedenen Anbietern. Ganz bequem von zu Hause aus lässt es sich aber mit MOOCs lernen. Ein MOOC ist ein "massive open online course", der in der Regel von renommierten Universitäten angeboten wird. Viele der Angebote sind auch kostenfrei, wenn man kein Zertifikat haben will.

Und noch besser: In den nächsten Wochen gibt es eine Wiederauflage einiger interessanter Angebote. Hier habe ich einige zusammengestellt:
Improving your statistical inferences
Der niederländische Psychologe Daniel Lakens lüftet das Geheimnis der p-Werte, gibt eine Einführung in Bayes'sche Statistik und verleitet die Teilnehmer dazu, sich mit R zu beschäftigen…